Reis als Ersatz für fehlende Schulspeisung

Corona hat unsere Anlage in Gambia "schachmatt" gesetzt. Seit Mitte März findet kein Kindergartenbetrieb statt. Im gesamten Land sind Schulen und Vorschul-Einrichtungen geschlossen. Ob in absehbarer Zeit der Schulbetreib wieder aufgenommen werden kann, ist eher unwahrscheinlich. Die Corona-Fälle in Gambia häufen sich. Offiziell gehen die Behörden von 108 Todesfällen bei rund 3.500 Infektionen aus (Stand Mitte September 2020). Doch diese Zahlen sind trügerisch, spiegeln wohl nur einen Bruchteil der tatsächlichen Fallzahlen. Die Dunkelziffer dürfte extrem hoch sein.

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Der Bottroper Vorstand hat nicht nur dafür gesorgt, dass Kinder und Mitarbeiter mit Schutzmasken ausgerüstet wurden, sondern allen 31 Beschäftigten wurde eine Arbeitsplatz-Garantie ausgesprochen. Niemand muss Sorge haben, dass er in Corona-Zeiten seinen Job verliert oder auf Lohn bzw. Gehalt verzichten muss.

Da die tägliche Schulspeisung entfällt, haben wir uns ferner entschlossen, allen 300 Kindergartenkindern monatlich eine 10-Kilo-Reis-Ration zukommen zu lassen. Mit großem Hallo wurden die Säcke bei der ersten Ausgabe Anfang September in Empfang genommen. Die finanziellen Aufwendungen sind zwar doppelt so hoch, als wenn die Kinder auf der Anlage bekocht würden, doch das soll es uns wert sein. Vorsitzender Wolfgang Gerrits: "Die Kinder leiden eh schon in Corona-Zeiten. Da sollen sie nicht auch noch Kohldampf schieben müssen."

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